Ev. Kindertagesstätte Pusteblume

Den Wald erleben

Vom 25. Mai bis zum 1. Juni waren die Wirbelkinder auf Entdeckungsreise

Wie jedes Jahr nutzen wir die etwas wärmere Zeit des Jahres um mit den Kindern den Wald zu erleben. Nach etwas Planung und einer enormen Vorfreude war es dann am Mittwoch so weit, wir ziehen los - mit Bollerwagen und viel Gepäck:

das waren Matschhosen, Gummistiefel, Bestimmungsbücher, ein dickes Tau, viele verschiedene Behältnisse für viele verschiedene Tiere (oder was man sonst noch so sammeln kann), ein ausgewogenes Picknick mit Getränk und vielem mehr. Unser Weg führt uns als erstes zu Dembergs Hof. Dort ziehen wir uns um und dürfen unsere Schuhe im Bollerwagen in einer Scheune parken, damit wir nicht jeden Tag alles wieder mit zurück  „schleppen“ müssen, denn so ein Waldtag ist ganz schön anstrengend. Nachdem wir 'waldfest' sind, stürmen wir in Richtung Schwedenstein.

Dort angekommen treffen wir uns im Kreis und lauschen erst einmal. Wir hören, sehen und riechen.

"Vögel, Bäume rauschen, irgendwo hören wir auch einen Rasenmäher.....eher untypisch, aber wir haben halt sehr gute Ohren! Welche Farben können wir sehen? Grün, braun, schwarz, grau, natürlich auch hell-grün, dem folgt dunkel-grün - und da sieht plötzlich jemand rot, hat die Dachpfannen eines Hauses durch die Lichtung beobachtet. Lichtung, genau, es ist hell und irgendwie auch dunkel."

Nach den ausgiebigen Beobachtungen sind wir bereit fürs Frühstück und danach geht es auch gleich los: entdecken , beobachten und auch ein bisschen toben, an unserer „Rutsche“.

Während der nächsten Tage haben wir wirklich viel erlebt.

  • Der Bau einer Waldflöte fasziniert
  • Wir machen Bach-Exkursionen, entdecken Molche, Bachflohkrebse, Larven, Würmer, Löcher in unseren Gummistiefeln, und dass Matschhosen nicht immer wasserdicht sind.
  • Wir rutschen, toben den Abhang herunter und laufen, krabbeln, kriechen ihn wieder hoch
  • Die Wiese lädt uns ein zum „Glitzerkäfer“ beobachten (Ampfer-Blattkäfer)
  • Ein Mäusebussard macht seinem Namen alle Ehre und fliegt mit Maus im Schnabel über unsere Köpfe hinweg.
  • Wir dürfen in Bäume klettern und ziehen dabei unsere Gummistiefel aus, ein tolles Gefühl
  • Wir bereiten unser Waldfest vor
  • Nutzen unsere Entdeckungen für Erlebnisstationen auf unserem Waldfest ( Fühl-Kiste, unser selbst erstelltes Wald-Bestimmungsbuch, Waldbilder -Rätsel, ein Waldlied mit selbstgefundenen Instrumenten, Blätter-Baum-Rätsel)
  • Wir trauen uns, Brennnesseln anzufassen (den Trick kennen nur die mutigen Wirbel-Wald-Kinder)
  • Wir feiern einen Waldgeburtstag, ein tolles Erlebnis, Ben wird sechs und sogar die Heule Eule ist mit dabei

 

Erleben, entdecken, erschöpft sein - das alles gehört dazu.

Am Mittag, eine Mutter schmunzelt : „Ihr seht ja gut aus, dann müsst ihr wohl gleich erst mal duschen.“ Kommentar einer Erzieherin, auch schmunzelnd : „Ob sich das lohnt? Einige Waldtage stehen ja noch an!“

Verdreckt, vom Regen überrascht, schweißverklebt, durchnässt durch gewisse Bacherfahrungen, staubig am ganzen Körper. Besonders betroffen sind Nase und das Gesicht. Aber es hat sich mal wieder sehr gelohnt. Jedes Jahr erleben wir den Wald neu mit den Augen der Kinder. Es ist spannend und für alle sehr aufregend.

An dieser Stelle danken wir den Energien der Kinder (und natürlich auch ein bisschen unseren eigenen) und den Hochleistungs-Waschmaschinen der Eltern

Aber am meisten sagen wir DANKE an den Wald. Wir haben einige Spuren hinterlassen, er atmet durch und freut sich bestimmt schon wieder auf das nächste Jahr. Wir werden wieder kommen und dankbar sein für die vielen Entdeckungen, die wir machen konnten und die schönen Erlebnisse, die wir haben durften.

(von Antje Brandt)

 

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